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Es sieht aus wie eine Schotterpiste zwischen grünen Wiesen: Auf dem Bild sieht man aber einen Teppich von toten Fischen an der Küste von Louisiana. Bild: ReutersWarum sind diese Fische tot?

In Louisiana in den USA wurden Millionen tote Fische angeschwemmt. Die Bevölkerung befürchtet einen Zusammenhang mit der BP-Katastrophe. Die Behörden fordern nun eine lückenlose Aufklärung.
Ein Wasserlauf in Louisiana ist mit so vielen toten Fischen bedeckt, dass von der Wasseroberfläche fast nichts mehr zu sehen sei. Zwar sei Fischsterben ein relativ häufig auftretendes Ereignis im Mississippi-Delta, allerdings nicht in Louisiana und nicht in diesem Ausmass. Meist stirbt nur eine Art von Meeresbewohnern – dieses Mal sind verschiedene Fische, Krebse, Krabben, Stachelrochen und Aale betroffen. Der TV-Sender CBS berichtet, dass sogar ein toter Wal im Gebiet gefunden worden sei.

Die Bevölkerung im besonders stark betroffenen Küstengebiet Plaquemines Parish macht sich nun Sorgen, dass das massive Fischsterben mit dem BP-Ölleck zusammenhängt. Zwar ist das Leck seit zwei Monaten geschlossen, weite Küstenstriche des Mississippi Delta waren aber verseucht. Die lokalen Behörden fordern nun, dass das Fischsterben aufgeklärt wird. Hierfür haben sie sich an die Nationale Umweltbehörde und an die Nationale Ozeanographie gewandt.

Das Wildtier- und Fischerei-Departement Louisiana schickte inzwischen Biologen in das Gebiet. Ed Overton, Umweltexperte an der Louisiana State Universität, vermutet, dass das Fischsterben auch auf den Sauerstoffmangel in seichtem Gewässer zurückzuführen sei. Auch die Mikroben, die seit der Ölkatastrophe dafür sorgen, dass Öl abgebaut wird, können den Sauerstoffgehalt gesenkt haben.
Die Bevölkerung Louisiana's befürchtet, dass das massive Ausmass der toten Meerestiere mit dem Ölleck am Golf von Mexiko zusammenhängen könnte, das vor zwei Monaten geschlossen werden konnte. Bild: ReutersDie Behörden von Louisiana fordern nun eine lückenlose Aufklärung, wie es zu dem massiven Fischsterben kommen konnte. Bild: Reuters
Quelle: Tagesanzeiger Online 16.09.2010

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