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Der vor Australien auf Grund gelaufene Frachter sitzt weiter fest. Rettungsteams wollen in einem riskanten Schritt das Schiff vom Riff ziehen.

Auf dem Barrier Reef vor Australien haben Rettungskräfte damit begonnen, Öl aus dem leck gelaufenen chinesischen Kohlefrachter zu pumpen. Dies gab die Regierungschefin des Bundeslandes Queensland, Anna Bligh, bekannt. Die Rettungskräfte hoffen, den Frachter dann vom Korallenriff ziehen zu können.

Neues Öl ist nach einem ersten Augenschein der Rettungskräfte bis Dienstag nicht ausgelaufen, berichteten die Behörden. Das 230 Meter lange Schiff habe sich seit dem Unglück am Samstag durch Wellengang 20 Meter bewegt, sei aber nicht losgekommen. Ein kleinerer Ölteppich von drei Kilometern Länge hat sich nach Angaben der Meeresschutzbehörde durch das Besprühen mit Chemikalien aufgelöst.

Premierminister Kevin Rudd wollte die Unglücksstelle am Dienstag überfliegen und sich selbst ein Bild machen. Unter den Küstenanwohnern wächst die Empörung, dass ein so grosses Schiff in Küsten- und Korallenriffnähe offenbar ohne Lotsen unterwegs war.

Die «Shen Neng 1» aus China war am Samstag aus bislang ungeklärten Ursache von der Schifffahrtsstrasse abgekommen und in voller Fahrt auf das Riff vor der australischen Ostküste gefahren. Die grösste Gefahr ist ein Auseinanderbrechen des Rumpfes. An Bord sind 65'000 Tonnen Kohle und rund 950 Tonnen Öl.

Grösster lebender Organismus

Das Great Barrier Reef erstreckt sich über hunderttausende Quadratkilometer. Es gilt als der grösste lebende Organismus der Welt. Das sensible Ökosystem wird bereits durch den Klimawandel und Abwässer aus der Landwirtschaft bedroht.

Im März 2009 war vor dem Great Barrier Reef eine grosse Menge Öl aus dem Containerschiff «Pacific Adventurer» ausgelaufen. Dabei wurden die Moreton-Insel und die Strände der Sunshine Coast in Queensland verschmutzt.

Die Umweltschutzorganisation Capricorn Conservation Council warnte vor weiteren Schiffsunglücken, die dem Korallenriff schaden könnten. «Wir können sicher sein, dass das ein Vorzeichen für die kommenden Ereignisse ist», sagte Sprecher Ian Herbert. Grund für seine Befürchtung ist, dass aus den Häfen von Queensland künftig verstärkt Kohle und Flüssiggas verschifft werden, um den wachsenden Energiebedarf in Asien zu stillen.

QUELLE Text und Photos: Tagesanzeiger vom 07.04.2010

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