Blauflossenthunfisch - Bild: Wild Wonders of Europe / ZanklEiner der grössten Verlierer 2010 ist der Blauflossenthunfisch, er steht vor dem Aus – die Population hat sich um bis zu 85 Prozent verringert. Trotzdem haben internationale Behörden gleich zwei Chancen verspielt, die bedrohte Art zu retten. Im März 2010 stimmte eine Mehrheit der Vertragsstaaten des Washingtoner Artenschutzabkommens (Cites) gegen ein Verbot für den internationalen Handel mit Blauflossenthun. Eine zweite Chance hat im November die Internationale Kommission zur Erhaltung des atlantischen Tunfischs (ICCAT) vertan: Sie reduzierte die Fangquoten um lediglich 600 Tonnen – zur Rettung wäre eine Reduktion um 6000 Tonnen nötig gewesen.

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Sklavenarbeit für den Fisch auf den Tellern Europas

Vor der Küste Westafrikas fangen Zwangsarbeiter Fisch für Europa. Eine Umweltorganisation spricht von massiven Menschenrechtsverletzungen.

Die Umweltorganisation Environmental Justice Foundation (EJF) wollte ursprünglich Beweise über die illegale Fischerei vor Westafrika finden. Was sie entdeckt hatte, war etwas anderes. Die moderne Form der Sklaverei: Zwangsarbeit und Menschenrechtsverletzungen.

Ein Aktivist bei EJF war von dem, was er gesehen hatte, schockiert. «Die Männer arbeiteten ohne Belüftung bei Temperaturen bis zu 45 Grad im Fischfrachtraum. Es war rostig, glitschig, heiss und feucht», sagte Duncan Copeland. Überall seien Kakerlaken rumgelaufen. Um sich zu waschen, hätten die Arbeiter nur etwas Salzwasser zur Verfügung gehabt, so Copeland. «Es brach mir das Herz.»

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«Fehlgeleitete Wirtschaftspolitik»: Achim Steiner kritisiert die Milliarden-Investitionen in die Fischerei-Industrie. Bild: KeystoneDer Leiter des UNO-Umweltprogramms (Unep), Achim Steiner, verlangt eine rigorose Wende in der Wirtschaftspolitik für einen besseren Artenschutz. Viele Subventionen würden überhaupt keinen Sinn machen.

 

Achim Steiner, ranghöchster Deutscher bei den Vereinten Nationen prangert zum Teil «perverse Subventionen» an. Der «Neuen Osnabrücker Zeitung» sagte Steiner: «Es gibt viele Subventionen, die unter dem Prinzip Nachhaltigkeit wenig Sinn machen.» Dazu zählten Gelder für die Landwirtschaft in Höhe von weltweit rund 215 Milliarden Euro.

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«Ein riesiger Quallen-Taifun»



Japans Fischerei kämpft gegen eine riesige Quallenplage. Kürzlich hat ein Riesenexemplar gar ein 10 Tonnen schweres Fischerboot zum Kentern gebracht. Das hat wirtschaftliche Folgen.

Kein erfreulicher Anblick: Ein Fischernetz voller Quallen. Bild: KeystoneEine Nomura-Riesenqualle hat sich letzte Woche auf hoher See in ein Schleppnetz verfangen und dadurch ein 10 Tonnen schweres, japanisches Fischerboot zum Kippen gebracht. Die drei über Bord geworfenen und nur leicht verletzten Fischer konnten von einem Begleitboot gerettet werden. Die Szene spielte sich rund 10 Kilometer vor der Küste der Präfektur Chiba bei Tokio ab.

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